Mein Leben

Eigentlich war dieser Blog ja nur gedacht um meine Gedichte mit euch zu teilen, jedoch finde ich es ein bisschen schade wenn ihr meine Gedichte kennt aber nicht die Person die hinter den Gedichten steckt. Also um mal ganz einfach anzufangen. Ich heiße Franzi und bin 18 Jahre alt und ich hab eigentlich immer gedacht das mein Leben normal ist aber irgendwas läuft anders als bei anderen beziehungsweise denke ich das mittlerweile. Um mal von vorne anzufangen. Letztes Jahr im September ist mein Vater an Krebs gestorben. Eine Sache die ich bis heute nicht verarbeitet habe.Ab da an wurde mein Leben noch schlimmer, noch chaotischer, noch unstrukturierter als es eh schon war. Ich habe keine Freude mehr an mein Leben, ich bin in ein Loch gefallen und versuche langsam wieder raus zu klettern doch ich hab das Gefühl als würden viel zu viele Gewichte an meinen Füßen hängen, die mich gar nicht hochklettern lassen und viel schlimmer noch, teilweise sogar weiter runter ziehen als ich eh schon war. Man hat das Gefühl man dreht sich mit dem was man tut im Kreis. Man kommt nicht vom Fleck. Sieht keinen Ausweg. Ich habe den Schlaf als Ausweg aus allem gefunden. Nach der Schule leg ich mich ins Bett und schlafe meist den ganzen Tag. Ich denke nicht nach, der Tag vergeht schnell und meine Probleme, Ängste und Sorgen sind für kurze Momente einfach nicht da. Es läuft fast jeden Tag so ab und es hat sich ein Rhythmus entwickelt. Ich bin dabei mein Leben zu verschlafen. Ein Leben, welches mit 18 Jahren ja wohl eigentlich am besten sein müsste, doch ich kann nichts dagegen tun. Ich versuche dagegen anzugehen doch es klappt nicht. Ich will allem einfach entkommen, weglaufen...und um irgendwie das was in mir drinne vorgeht zu verarbeiten, zu teilen schreibe ich Gedichte. Eigentlich rede ich nicht gerne über mich und meine Gefühle, aber dieses anonyme an diesem Block reizt mich. Das es so viele Menschen gibt die genau das gleiche tun wie ich hat mich ermutigt und ich bin froh diesen Schritt getan zu haben. Danke!

8.1.15 22:05

Letzte Einträge: Unterwasserwelt, Egoismus, Viel zu viele Gedanken, Glauben

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bisher 2 Kommentar(e)     TrackBack-URL


lukas-97 (8.1.15 22:20)
Hey, ähm erstmal mein Beileid zu deinem Verlust.
Und, ich hatte vor einiger Zeit auch mal eine ziemlich schwere Zeit, aber nicht so krass wie bei dir. Und zumindest war es bei mir so, dass ich wirklich mit all meiner Kraft kämpfen musste, um da wieder rauszukommen. Ich kenne mich zwar nicht aus, aber ich glaube, dass du vielleicht mal zu einem Therapeuten gehen solltest. ( Nein, das ist ernst gemeint und auch keine Beleidigung) Und du musst daran denken, dass es dir in Zukunft wieder besser gehen wird. Du musst es nur mit aller Kraft wollen. Und vielleicht kannst du hiermit anfangen.
Gruß, Lukas.


Doreen / Website (8.2.15 20:56)
...da gebe ich Lukas recht...so eine lange Depression aus der Trauer um einen nahen Menschen heraus bedarf auch professioneller Hilfe.
Aber Du versuchst einen Anfang zu machen durch das schreiben hier, das ist auch gut.
LG Doreen

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